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SINBAD – Der Krater von Alexandria

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Aladin, dem dank der legendären Wunderlampe ein finsterer Djinn nahezu jeden Wunsch erfüllt, ist mittlerweile zum viel geliebten Kalifen von Bagdad geworden. Als der magische Diener ihm eines Tages eröffnet, dass er von der Hand seines Sohnes getötet werden wird, lässt er anordnen, all seine männlichen Nachkommen hinzurichten. Dies wiederum hört Aladins Haremsdame Daïna mit an, wodurch es ihr gelingt, ihr Kind vor dem blutigen Gemetzel zu retten, das der Djinn und die Wachen des Kalifen kurz darauf im Harem entfesseln.

Cover Sinbad Bd. 1

Cover Sinbad Bd. 1

Der überlebende Sprössling ist natürlich Sinbad, der schließlich vom gutmütigen Händler Merkes gefunden und aufgezogen wird. Sinbad wächst zu einem abenteuerlustigen, trickreichen und unerschrockenen jungen Mann heran und doch plagt ihn die Ungewissheit seiner Herkunft. So beschließt er eine Tages kurzerhand, sich auf die Suche nach seinen leiblichen Eltern zu machen. Damit ihm dies gelingt, benötigt er ein machtvolles, magisches Artefakt, den Krater von Alexandria. Dabei handelt es sich um einen Kelch, der es vermag, mit einem seltenen Wein befüllt, Geheimnisse aus der Vergangenheit zu offenbaren.

Nach einigen Eskapaden gelangt Sinbad schließlich auf die Insel der Zauberin Turabah, die den Krater besitzt. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass die unheimliche Magierin durchaus um die Kräfte des Kelches weiß. Und so bleibt unserem Helden natürlich keine andere Möglichkeit, als das Artefakt zu stehlen und sich aus dem Staub zu machen. Dies ist zunächst jedoch einfacher gesagt als getan, denn Turabahs Insel beheimatet viele teuflische Gefahren und es warten noch einige Überraschungen auf den findigen Abenteurer.

Zeichner Alary

Zeichner Alary

Die Bilder
In Sinbad erwachen die Märchen aus tausendundeiner Nacht zum Leben. Pierre Alary, dessen unfassbar schnellen, eleganten und dynamischen Strich man bei Splitter auch in der Reihe Belladonna und der Graphic Novel-Adaption des Herman Melville-Klassikers Moby Dick bewundern kann, lässt die Welt aus tausendundeine Nacht -Seite für Seite- neu entstehen. Dabei ist auch das kleinste Panel noch randvoll mit interessanten kleinen Details, jedes Bild ein Blick in eine exotische Welt der Fantasie und jeder Figur und jedes Wesen mit so viel Liebe und mit so viel Charme gestaltet, dass man nicht anders kann, als bei ihren Abenteuern mitzufiebern.

Autor Arleston

Autor Arleston


Die Story

Neben Alary sorgt aber auch die bunte Story des Star-Autoren Christophe Arleston für ein gerüttelt Maß an Spannung. Arleston, der für die ebenfalls bei Splitter erschienenen Reihen um Ythaq und Troy, sowie für die Ekhö-Serie als Szenarist fungiert, mixt ein wenig altes Altes Testament (die Tötung der Erstgeborenen und das Überleben Mose) ein paar Tropfen griechischer Mythen und eine Priese Fantasy unter die allseits beliebten Märchen aus dem Morgenland. Das fertige Produkt ist eine wahre Gaumenfreude für jeden Comic-Fan, der zwar sättigt, von dem man aber durchaus noch viel mehr vertragen könnte.

Fazit
Insgesamt bietet Sindbads erster Streich –Der Krater von Alexandria– eine kurzweilige Neuinterpretation mit einer fesselnden, dichten und durch und durch spannenden Story. Aber, wie heißt es doch so schön, das Auge isst mit. Und so bieten auch die Bilder in diesem märchenhaften Band, den reinsten Augenschmaus.
Wo Wort und Bild so harmonisch Hand in Hand gehen, da kann man getrost die Empfehlung aussprechen: Zuschnappen und bon Appetit!

Zur Leseprobe geht es >> hier << entlang.

Sinbad Bd. 1 – Der Krater von Alexandria


Autor: Christophe Arleston
Zeichner: Pierre Alary
Verlag: Splitter


Einband: Hardcover
Seiten: 64
Preis: 13,80 €

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AZIMUT – Hier bekommt die Zeit Flügel

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AZIMUTIn der Welt Azimut ticken die Uhren ein wenig anders, denn irgendwie spielt hier bei allem ein ganz spezielles Element eine große Rolle: Die Zeit.

Azimut Bd. 1

Azimut Bd. 1

Im vorliegenden ersten Band der Trilogie taucht der Leser, in Begleitung verschiedener Handlungsträger, in eine fantastische Welt ein, die stellenweise surreal, dadurch aber umso faszinierender wird. So begleitet man den Grafen Perock auf einer abenteuerlichen Seereise in den bisher unerforschten Westen. An Bord seines Schiffes befindet sich der liebeskranke Maler Eugen, der sich mehr seiner Arbeit an dem Portrait einer geheimnisvollen Schönheit widmet, als seiner eigentlichen Aufgabe als Expeditionsmaler. In Perocks Heimat, dem märchenhaften Reich Pondua, wirbt dagegen dessen König Irenas um die Hand der orientalischen Prinzessin Aisha. Zugleich begegnen der Kopfgeldjäger Major Schnäbel und sein flauschiger Begleiter Polo, dem Forscher Professor Uhrmacher, der versucht der Zeit ihre Geheimnisse zu entreißen.

Szenarist Lupano

Szenarist Lupano

So unterschiedlich die einzelnen Protagonisten und deren Handlungsstränge zunächst auch erschienen, sie alle weisen eine Gemeinsamkeit auf, die sie über kurz oder lang zusammenführt. Und als dann plötzlich der Nordpol verschwindet, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Zeichner Andreae

Zeichner Andreae

Das Team um Autor Wilfrid Lupano und Zeichner Andreae erschafft eine so in sich stimmige, absurde, bunte und zugleich verwirrende Welt, dass man gar nicht anders kann, als sich von den liebevoll gestalteten Bildern, den witzigen Dialogen und überraschenden Wendungen, von Seite zu Seite treiben zu lassen.

Wer also auf der Suche ist, nach einer komplexen Handlung, die ohne Kompliziertheit auskommt und wer Bilder sucht, die ein Fenster in eine Welt öffnen, die trotz ihrer Fremdartigkeit nie fremd wirkt, der sollte sich für diesen wundervollen Band die Zeit nehmen.

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Azimut
Band 1: »Jäger der verlorenen Zeit«
Text: Wilfried Lupano, Zeichnungen: Jean-Baptiste Andreae
Aus dem Französischen von Tanja Krämling
Splitter Verlag, HC, Farbe, 48 Seiten, 13,80 €


Dieser Artikel erschien zuerst in ALFONZ 3/2014

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JACK THE RIPPER – Bloody Hell!

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Jack the Ripper2Erinnert ihr euch noch, dass ich in dem Beitrag zu Asgard auch die Splitter Doubles vorgestellt habe? Nicht? Na, dann holen wir das mal schnell nach, bevor es gleich zum nächsten spannenden Band dieser Reihe geht. Und der hat es wirklich in sich.

Die Splitter Double-Alben fassen kurze Comic-Reihen, in einer großformatigen Gesamtausgabe zusammen. Somit bietet euch Splitter abgeschlossene Stories und kompakten Lesespaß, zu einem äußerst günstigen Preis in einem Buch an. Mehr zu den anderen Double-Alben findet ihr hier.

So! Da wir das nun geklärt haben, geht es auch gleich ohne viel Federlesens weiter zur Rezension des Doubles Jack the Ripper:

Worum es geht
Bei Jack the Ripper handelt es sich um einen Krimi der ganz besonderen Art. Liegt der Reiz vieler Kriminalgeschichten darin, den Mörder zu erraten, noch bevor er auch im Rahmen der Erzählung enthüllt wird, beginnt die Geschichte Jack the Rippers mit eben dieser Enthüllung:

"Ich Frederick Abberline... Ich bin Jack the Ripper."

„Ich Frederick Abberline… Ich bin Jack the Ripper.“

BUMM! Der saß. Doch anders als gewohnt ist der Fall mit der Entdeckung der Identität des Missetäters nicht zu ende. Viel mehr berichtet der Comic von den Umständen, die den Verblichenen davon überzeugen, selbst der Schlitzer zu sein.
Dabei folgen wir Frederick Abberline, seines Zeichens Inspektor der Central Office Division des Schotland Yard, durch die finsteren Gassen der Elendsviertel des frühindustriellen Londoner East-Ends. Dort ist er selbst nämlich mit der Aufklärung im Fall des als Jack the Ripper bekannten Serienmörders betraut. Wer nun anmerken mag, das sei ja ein Leichtes, da er selbst doch der Mörder sei, dem soll gesagt sein, die ganze Warheit ist dies nicht. Denn wo bliebe denn da der krimitypische Rätselspaß, wenn allein die Kenntnis der Personalien des Täters schon alles wäre.
So lassen die, bei den Ermittlungen auftretenden Irrungen und Wirrungen, Abberline auch bald auf eine internationale Verschwörung stoßen und zwischenzeitlich gar eine Reise nach Paris unternehmen. Als ihn schließlich seine Vergangenheit in den londoner Elendsvierteln einholt, ist der Umstand schon fast vergessen, wer der Protagonist eigentlich sein soll, bei dessen spannenden Abenteuern man da mitfiebert.
Bei diesem Comic ist definitiv der Weg das Ziel. Denn wenn der Mörder der Geschichte schon bekannt ist, so muß die typische Krimi-Spannung durch das Verfolgen von dessen Werdegang aufkommen.

Die Macher
Francois Deboises Zeichnungen fangen die Idee eines spätviktorianischen Londons sehr stimmungsvoll ein. Die nebligen Straßen und Gassen, die Kleidung und Menschen, alles unterstreicht die düstere Stimmung einer Stadt, die atemlos der nächsten Greueltaten des diabolischen Gewaltverbrechers harrt.
Und während zugleich der Fortschritt die Menschheit in neue Höhen zu heben verspricht, stürzt die resultierende Arbeitslosigkeit einen großen teil der Bevölkerung in Armut und Elend. Auch diesen Zwiespalt spiegeln die Handlungsträger selbst wieder. So verkommt der stattliche Abberline immer mehr zum ungepflegten, von seiner Besessenheit Getriebenen, während sein moppeliger Sidekick George zum Ende hin immer mehr einem eleganten Helden ähnlich wird.
Wer schließlich nicht genug von Deboises Arbeit bekommen kann, dem gibt Splitter im Anhang an den eigentlichen Comic noch die Möglichkeit einige Arbeitsskizzen und Notizen des Künstlers zu begutachten.

Cover Jack the Ripper

Cover Jack the Ripper

Jean-Charles Poupards Story besitzt eine faszinierende Tiefe, die sich gar nicht erst mit den üblichen Ripper-Klischees beschäftigt. Stattdessen zeichnet er ein Bild voller Spannung und Intrige, das den Leser bis zur letzten Seite nicht losläßt. Verschwörungen, politische Interessenkonflikte, familiäre Streitigkeiten, finstere Geheimnisse, die in einer nebelhaften Vergangenheit lauern; diese Geschichte hat einfach alles. Und am Ende? Tja am Ende steht die Gerechtigkeit. Doch ob sie nun den Ripper ereilt oder jene, deren Schicksal über diese dichte Erzählung untrennbar mit dem seinen verbunden ist, lest selbst.

 


Fazit

Wem Gangs of New York oder From Hell gefallen hat, der findet die Stimmung dieser Filme in Splitters bisher spannendster Kriminalgeschichte wieder. Jack the Ripper vereint atmosphärische Bilder und eine spannend erdachte, abwechslungsreiche Story zu einer der besten Geschichten, die sich je den Stempel des Rippers aufdrücken durften.

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Jack the Ripper von Francois Debois und Jean-Charles Poupard erscheint mit 112 Seiten im Hardcover, für 22,90 € bei Splitter

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EKHÖ – Nicht alles was spiegelt, glänzt auch

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EkhöLudmilla Tiller hat auf ihrem Flug nach New York eine eigenartige Erscheinung. Ein kleines Kapuzenmännchen fordert sie auf, das Erbe ihrer verschollenen Tante anzunehmen. Perplex willigt sie ein, worauf ihr Flugzeug auch prompt vom Blitz getroffen wird und Ludmilla damit in die Spiegelwelt Ekhö versetzt, ein ganz eigenes Wunderland, das vor märchenhaften Gestalten nur so wimmelt.

© 2014 Splitter/Arleston/Barbucci

© 2014 Splitter/Arleston/Barbucci

Da indes die Rückkehr zur Erde unmöglich scheint, beschließt Ludmilla kurzerhand, sich mit der neuen Lage zu arrangieren. Ein löbliches Vorhaben, das aber im Chaos versinkt, als sie erfährt, dass ihre Tante ermordet wurde. Somit treten zunächst alle Fragen betreffend der Spiegelwelt und welche Rolle in ihr eigentlich die geheimnisvollen Preshauns spielen in den Hintergrund.

Zeichner Alessandro Barbucci

Zeichner Alessandro Barbucci

Alessandro Barbucci, bekannt durch Skydoll und Monster Allergy, gelingt es auch in diesem Band, ernstere, absurde und komische Elemente perfekt miteinander zu verquicken. Man folgt seinen faszinierenden Figuren durch das spiegelweltliche New York, das wie ein exotischer Mix aus einer, von der Natur zurückeroberten Ruinenstadt und einem Märchenkönigreich wirkt, über dem Drachen kreisen und in dem Elektrizität ein Fremdwort ist.

 

 

Christophe Arleston

Christophe Arleston

Leider kann die Story des Troy-Autoren, Christophe Arleston, mit diesen Bildern nicht mithalten. Grund dafür ist der gescheiterte Versuch, zu viele unausgegorene und teils überflüssige Ideen in einen einzelnen Band zu quetschen.
Unterm Strich, kann die recht dünne Haupthandlung so nicht überzeugen und findet auch in den wenigen komischen Episoden nicht ihre Rettung. Vielmehr laden diese zum ausgiebigen Fremdschämen ein, da der Gag hier des Öfteren auf Kosten der weiblichen Handlungsträger geht.
Insgesamt hat Ekhö viel Platz nach oben und es bleibt zu hoffen, dass dieser in kommenden Bänden auch ausgenutzt wird.

 

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Ekhö – Spiegelwelt
Band 1: »New York«
Text: Christophe Arleston,
Zeichnungen: Alessandro Barbucci
Aus dem Französischen von Tanja Krämling
Splitter, HC, Farbe, 64 Seiten, 14,80 €


Dieser Artikel erschien zuerst in ALFONZ 2/2014

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ALIX SENATOR 01 – Die blutigen Flügel

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Zwei hohe Würdenträger werden unter mysteriösen Umständen von Adlern getötet. Als schließlich auch das Leben des Kaisers in Gefahr gerät, bittet er Alix um Hilfe.

Göttliche Zeichen
12 v. Chr. – Nacheinander werden hochstehende römische Persönlichkeiten tot aufgefunden. Zerfetzt durch riesige Adler mit goldenen Klauen. Da Kaiser Augustus beginnt um sein eigenes Leben zu fürchten, wendet er sich an seinen alten Freund Alix, um der Sache möglichst diskret nachzugehen. Denn, der Adler ist das heilige Tier des Göttervaters Jupiter. Auf keinen Fall darf daher der Verdacht entstehen, dass der Vater des Himmels, dem erhabenen Herrscher zürnt. Also beginnt Alix, römischer Senator und enger Vertrauter des Kaisers mit seinen Nachforschungen. Dabei helfen ihm seine Söhne Titus und Kephren (den Alix nach dem Tode seines alten Weggefährten adoptierte). Mit kindlicher Neugier, aber auch einer gehörigen Portion römischer Arroganz, stecken die beiden schon bald bis über beide Ohren in Schwierigkeiten, als sie den wahren Hintergründen hinter den mörderischen Adlerattacken gefährlich nahe kommen. Wird es Alix gelingen das Leben des Kaisers UND seine Söhne zu retten?

alix_senator_01_coverÜber Alix
Alix ist eine beliebte franko-belgische Comic-Reihe, die vor 65 Jahren von Jaques Martin erschaffen wurde. Titelheld Alix, ist der Sohn eines gallischen Häuptlings, der über den Umweg als Sklave, schließlich von einem römischen Bürger adoptiert wird. In der Gunst des Cäsar stehend, wird er von diesem auf zahlreiche spannende Missionen ausgesandt. In über 30 Bänden erlebt Alix, zusammen mit seinem Freund Enak, aufregende Abenteuer in der Welt der Antike und reist dabei bis an die entferntesten Grenzen der bekannten Welt. In der Spin Off-Reihe Alix Senator erleben wir den Titelhelden als einen reifen, 50-jährigen Senator Roms, der aber trotz seiner bürgerlichen Pflichten auch weiterhin ein sehr spannendes Leben führt.

Die Autorin
Valérie Mangins wohl bekannteste Arbeit dürfte die ReiheDie Geissel der Götter sein, in der sie tatsächliche historische Ereignisse in einem Paralleluniversum in einen galaktischen Rahmen setzt. Somit hat sie bereits Erfahrung im Umgang mit der Antike. Ihr verdankt Alix Senator eine dichte und stimmige Atmosphäre.

Der Zeichner
Thierry Démarez ist ein wahres Multitalent. Er arbeitet als Bühnenbildner, Colorist, Illustrator und Comiczeichner. 2004 erschien Der Letzte Trojaner, als erste Zusammenarbeit mit Valérie Mangins. Alix Senator ist nun das jüngster Werk dieses talentierten Teams. Die liebevoll gestaltete, detailreiche Computercoloration Démarez‘, steht im Kontrast zum klaren Zeichenstil der ligne claire, welche die Originalserie prägte.

Fazit: Des Kaisers neue Kleider
Der erste Alix Senator-Band ist ein wahrer Augenschmaus mit fesselnder Handlung. Im Wechsel zwischen Alix‘ Erlebnissen und den Abenteuern der beiden Söhne, erfährt man die faszinierende Welt der römischen Antike aus verschiedenen Perspektiven. Doch damit nicht genug, im Anhang finden sich Texte mit tiefer gehenden Informationen zu Personen und Hintergründen und einige Entwürfe und Skizzen.

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Alix Senator Bd. 1: Die blutigen Flügel von Valérie Mangin und Thierry Démarez erscheint mit 56 Seiten im Hardcover für 14,80€ im Splitter Verlag.


Dieser Artikel wurde zuerst auf micomics.de veröffentlicht

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Jetzt splitterts doppelt: ASGARD

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asgard2Heute möchten wir euch gleich zweierlei vorstellen, denn mit ASGARD liegt uns auch gleichzeitig das erste Buch der innovativen „Splitter Double“-Reihe vor.

Die Splitter Double-Alben fassen kurze Comic-Reihen, in einer großformatigen Gesamtausgabe zusammen. Somit bietet euch Splitter abgeschlossene Stories und kompakten Lesespaß, zu einem äußerst günstigen Preis in einem Buch an. Mehr zu den anderen Double-Alben findet ihr hier.

Cover Asgard

Cover Asgard

Die erste dieser Gesamtausgaben erzählt die Geschichte des Wikingers Asgard, der trotz einer körperlichen Behinderung zu einem berühmten Krieger und Monsterjäger wird.

Als ein solches Scheusal die Fjorde seines Heimatlandes in Angst und Schrecken versetzt, heuert man Asgard an,  dem Monster den Garaus zu machen.
Schnell wird jedoch klar, dass das was der tapfere Monstertöter und seine Begleiter jagen keines der üblichen Ungeheuer ist. Jagen sie vielleicht gar Jormundgand, die sagenhafte Weltenschlange der nordischen Sagen?

Insgesamt setzt Asgard recht spät im Leben des Wikingers an. Seine Heldentage sind vorbei und das Leben im Kampf hat ihn hart gemacht. Sein körperlicher Makel  jedoch brandmarkt ihn als Einzelgänger und so zieht er schließlich von Dorf zu Dorf und tötet für Geld.
Als das Seeungeheuer auftaucht, begleiten ihn Männer und Frauen in die Schlacht und so ist er wieder gezwungen, sich mit anderen Menschen zu arrangieren.
Dies und der erbitterte Kampf, gegen das blutrünstige Monster, verändern Asgard langsam und so wir schließlich aus dem verbitterten alten Krieger, ein echter Freund und wahrer Held.

Während man so den Protagonisten und seinen Weg durch die inneren und äußeren Klippen verfolgt, eröffnen die Bilder des Parisers Ralph Meyer dem Leser die raue aber faszinierende Welt der Wikinger und  ihrer Mythen und Sagen. Hier sitzt einfach jeder Strich und insbesondere das Spiel mit Licht und Schatten führt das Auge durch die Szenen, die mal blutige Verfolgungsjagd, mal andächtige Stille, aber immer wunderschöne Kunst präsentieren.

Freunden klassischer Abenteuer-Geschichten, wie die Sage um den Prinzen Eisenherz, werden von ASGARD begeistert sein. Hier wird noch ohne Heere feuerspeiender Drachen und grünhäutige Orks ausgekommen und man weiß, dass die größten Kämpfe immer auch in uns selbst ausgetragen werden.

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ASGARD von Xavier Dorison (Autor) und Ralph Meyer (Zeichner) erscheint als Hardcover mit 122 Seiten inkl. Bonusmaterial für 22,80€ im Splitter Verlag

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