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Ghostsitter, Band 1 (Buchrezension)

Über die Handlung

Tom Röschenberg ist ein Waisenkind, das bei einer älteren Dame aufwächst, die er liebevoll seine Oma nennt. Er ist ein wenig schüchtern, ein totaler Technikfreak und ein Fan des Online-Rollenspiels World of Wer-Wizards (WoWW).
Soweit, so normal. Doch was nun folgt ist alles andere als das, denn Tom erfährt, dass Oma Röschenbergs verstorbener Bruder ihm seine Fahrgeschäft vermacht hat und dass zu den Bedingungen gehört, dass Tom ab sofort mit der Geisterbahn namens „Schreckensfahrt“ durch die Weltgeschichte tingelt. Da das für einen 14-Jährigen natürlich etwas viel verlangt ist, wird er dabei von seinem neuen „Onkel“ Welf begleitet.
Dieser hat nicht nur auf den ersten Blick eine auffällige Ähnlichkeit mit dem X-Men-Star Hugh Jackman, er ist tatsächlich ein waschechter Werwolf.
Das Welf aber nicht der einzige übernatürliche Bewohner der Schreckensfahrt ist und so ein Leben in und mit einer Geisterbahn noch so einige unheimliche Überraschungen bereit hält, kann Tom schon bald am eigenen Leib erfahren.

Mein Urteil

Der erste Ghostsitter-Band liest sich sehr flüssig und bietet eine ausgewogene Mischung aus Humor, Spannung und Action. Wer schon Tommy Krappweis‘ Bücher über die Abenteuer von Mara Lorbeer gelesen hat, wird einerseits überrascht sein, dass sich der Autor stilistisch erneut enorm gesteigert hat (und das will schon was heißen), dass aber der Strom fantasiereicher Einfälle und einzigartiger Ideen, die schon diese Bücher zu einem Muss in jedem Kinderbuchregal gemacht haben, in den Ghostsitter-Reihe noch lange nicht abbrechen.
Ghostsitter, Band 01: Geister geerbt nimmt den Leser mit auf eine magische Reise durch die Welt der Untoten. Diese sind manchmal ganz schön blutrünstig, gelegentlich etwas eigen, meist jedoch irre sympathisch, zählen aber mit Sicherheit zu den außergewöhnlichsten Freunden, die man zwischen zwei Buchdeckeln finden kann.

 

Ghostsitter, Band 01: Geister geerbt von Tommy Krappweis, erscheint bei Egmont Schneiderbuch (2015) für €9,99 im Hardcover mit 256 Seiten oder für €8,99 als eBook.

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Bücher Kinder Rezensionen, Besprechungen & Kritiken

Frieda – Das Abenteur beginnt

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Köln ist voll von kreativen und interessanten Menschen. Einer davon ist der Illustrator Matthias Derenbach, der schon für so große Namen wie Nintendo, Telekom oder Endemol gearbeitet hat. Neben solchen Arbeiten, die dem Illustrator zum Brötchenerwerb dienen, gibt es aber auch noch andere Projekte, die in vielerlei Hinsicht mehr dem Herz und der Seele des Künstlers entspringen. So gibt Derenbach unter dem Label Topoli Verlag die fantasievollen Frieda-Kinderbuchreihe heraus, deren ersten Band ich euch heute gern einmal näher vorstellen würde.

Cover Frida Band 1

Was sofort ins Auge fällt ist, dass die Frieda-Bücher im Din A4-Querformat gedruckt sind. Warum, das wird schon auf den ersten der insgesamt 47 aufwendig illustrierten Farbseiten klar:
Vor den Augen der Leser entfalten sich Panoramen einer märchenhaften Welt voller Farbe und Fantasie, in der sich der Künstler einmal richtig austoben kann.

MDerenbach_Frieda_Plakat_BeginntDarum geht es
Frieda lebt allein zusammen mit ihrem Papa in einem kleinen, idyllischen Häuschen an der Klippe. Friedas Papa ist von Beruf Abenteurer und daher sehr oft auf See unterwegs, auf der Suche nach Schätzen und Abenteuern. Das heißt aber nicht, dass er Frieda allein zurücklässt, denn Friedas ständige begleiter sind der kugelrunde Mecker-Spatz Boo und die fünf weisen Steine, die zwar niemals sprechen, dafür aber allwissend sind und auf alles eine Antwort haben.
Das Abenteuer beginnt (so auch der Titel des ersten Bandes), als Friedas Papa einmal auffällig lange auf See bleibt und die Pfiffige Titelheldin beginnt, sich um ihn zu sorgen. Eher unfreiwillig werden Frieda, Boo und die fünf weisen Steine eines Tages in ein großes Abenteuer hineingezogen, bei dem es nicht nur um die Suche nach Papa geht.

MDerenbach_Frieda_Sketch31Die Erzählung
Friedas erstes Abenteuer ist eine fantasievolle Geschichte voller Spannung und Überraschung. Dabei stockt sowohl Vorleser als auch Zuhörer manches mal der Atem, nur um dann als befreites Kichern oder erstaunter Seufzer wieder ausgestoßen zu werden. Zwar sind 47 Seiten nicht viel und Kinderbücher in der Regel auch nicht mit allzuviel Text belastet, dennoch kommt gerade beim gemeinsamen Lesen der Geschichte eine wunderschöne, dichte Atmosphäre auf, die es Groß und Klein erlaubt, in die märchenhafte Welt von Frieda einzutauchen.
Ein ganz besonderes Gimmick sorgt auf halbem Wege dann dafür, dass man vollends in Friedas Welt versinkt. Denn in dem Moment, in der Geschichte, in der Frieda einen ersten Hinweis auf den Verbleib ihres Papas entdeckt, segelt ein Brief aus den Seiten des Buches, dessen Nachricht, an Frieda und ihre mitlesenden Begleiter gerichtet ist.

Die Bilder
Ist die Geschichte schon abwechslungsreich und schön geschrieben, sind es letztlich doch Derenbachs liebevoll gestalteten Illustrationen, die das Tor in Friedas Welt aufstoßen. Das stimmungsvolle Farbspiel, die vielen interessanten Details und die lustigen Ideen, die sich in ihnen verstecken, laden auch nach dem Lesen des eigentlichen Textes noch zum Verweilen und Betrachten ein. Das Querformat sorgt dabei für besonders viel Platz für die märchenhaften Panoramen, die HAnd in Hand mit dem Text, den Leser in ihren Bann ziehen.

Fazit
Frieda – Das Abenteur beginnt ist eine wunderschöne Abenteuergeschichte für kleine Entdecker ab 4 Jahren und ihre großen Gefährten. Dabei bilden sowohl der fantasievolle Text als auch die liebevoll gestalteten Bilder eine harmonische Einheit, welche die Lektüre dieses Kinderbuchs zu einem ganz besonderen Ereignis machen. Und als wäre das allein nicht schon Kaufgrund genug, geht je 1€ aus dem Verkauf jedes Buches an die Umweltorganisation OceanCare zum Schutz der Meere.

‚Frieda – Das Abenteur beginnt‘ erscheint mit 47 Seiten im Hardcover für 14,95€ im Topoli Verlag.

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