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BATMAN INCORPORATED 04 – Requiem

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Nachdem 2013 die umwälzenden Ereignisse um den Rat der Eulen uns Leser erschüttert und rätselnd zurücklassen, wetzt gleich zu Beginn des Jahres, welches das triumphale 75. Jubiläum des dunklen Ritters erleben wird, nun ein weiterer Schicksalsschlag die Sense und streckt seine knochigen Hände nach dem Sohn der Fledermaus aus.

Warte mal, der hat ‘nen Sohn?
Ja, richtig gelesen, Batman hat einen Sohn. Und der ist nicht irgendein kleiner Junge, sondern auch gleich noch der Sohn von Batmans Gelegenheitsliebschaft Talia al Ghul, der Tochter des unsterblichen Superschurken Ra’s al Ghul.
Genetisch manipuliert und unter Laborbedingungen bis zur Geburtsreife herangezogen, übergab man Damian in seinen ersten Lebensjahren den liebevollen Händen der Liga der Killer, um ihn zum perfekten Killer zu erziehen.
Dass er gleichzeitig zu einem großkotzigen, egozentrischen Soziopathen heranwuchs dürfte daher kaum verwundern.

Aber Batman zeigt ihm doch bestimmt den Pfad der Rechtschaffenen, oder?
Versucht hat er’s die letzten Jahre wohl und so wurde Damian in der Zwischenzeit vom mordenden Irren zum nervtötenden Arschlochkind reduziert.
Ob nun bei der Namenswahl für Batmans Abkömmling, der sympathischen Satansspross aus das Omen-Reihe irgend eine Rolle gespielt hat, werden wir wohl nie erfahren, allerdings wurde Damien Wayne in einem internen Redaktions-Ranking für den überflüssigsten Batman-Sidekick, einstimmig auf Platz 1 gewählt. Herzlichen Glückwunsch!

Ja aber was kann man denn da tun?
Ganz einfach, DC macht‘s vor: Damien muss sterben. Täte er dies jedoch auf heldenhafte Weise oder auf eine Art, die in dem Leser Bedauern statt Erleichterung aufkommen ließe, hieße dies einen krassen Charakterbruch in diesem kleinen Bastard heraufzubeschwören. Und so kommt es denn, wie es kommen muss, Damien wird von seinem eigenen Superklon auf Steroiden aufgespießt und verreckt allein in irgendeiner schäbigen Lagerhalle.

Und das wars?
Im Prinzip ja. Allerdings stirbt Damien bereits nach knapp einem Fünftel des Bandes (auch wenn der Umschlag vollmundig mit „über 160 Seiten“ wirbt), so dass man auf den restlichen über hundert Seiten in den Genuß von viel Blut, Gewalt und Rachegelüsten kommt.
Ist dergleichen noch genug um die Seiten eines Punisher-Heftes zu füllen, so ist man als Leser der Abenteuer des größten Detektives aller Zeiten doch etwas hochwertigere Kost gewohnt. Ebenso bereiten die, nur aus Großzügigkeit als mittelmäßig zu bewertenden Zeichnungen, die eher an miese Marvel-Produkte aus den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrtausends erinnern, dem unrühmlichen Ende des Damien Waynes eine angemessene Bühne.

Fazit
Schon das Cover verrät hier die beste Vorgehensweise: R.I.P ist hier zu lesen, was auf Neudeutsch in etwa mit „Ruhe in Frieden“ zu übersetzen ist. Und so breiten wir über diese verunglückte Episode aus dem Leben des dunklen Ritters den Mantel des Schweigens, besser noch den Mantel des Vergessens und senden ein stilles Gebet an die Schöpfer im Hause DC: Lasset ihn ruhen auf ewig!

Leseprobe

Batman Incorporated 4 – Requiem von Grant Morrison und Chris Burnham, erscheint mit 140 Seiten im Softcover, für 16,99€ bei Panini

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