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Film & Fernsehen Marvel Star Wars

Superhelden, Krieg der Sterne und Filmrechte

Die Marvel Studios sind sicher nicht die ersten, die verschiedene Film- und Fernsehproduktionen in einem gemeinsamen Universum spielen lassen. Doch ob nun in Gruselfilmen aus der Zeit um den zweiten Weltkrieg Frankenstein auf den Wolfsmenschen und Graf Dracula trafen, Godzilla sich während des kalten Krieges mit Mothra oder Rodan kloppten oder heutzutage das unheimliche Alien auf den kopfjagenden, außerirdischen Predator trifft, mit dem schieren Umfang an Figuren und Geschichten kann es kaum jemand mit dem “Haus der Ideen” aufnehmen. MEHR

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Comics Panini Rezensionen, Besprechungen & Kritiken

SPASS WARS 2 – Die Rückkehr der Nerdy-Ritter


SchloggerWars2Die Stripsammlung SPASS WARS ging Ende letzten Jahres in die zweite Runde. Wie bereits bei den Vorgängern, findet man auch hier reichlich Buntes und Absurdes aus dem All.

Für diesen Band, hat Altmeister Matthias Kringe (Schöpfer von SPASS TREK und SPASS WARS 1) den Staffelstab an Johanna „Schlogger“ Baumann abgegeben und so kommen dessen Inhalte auch ein wenig moderner daher.

Schlogger: Spass Wars 2

Schlogger: Spass Wars 2

Getreu der Devise, „mach ich Foto, tu ich Facebook,“ wird da ein Schnappschuss des explodierenden Todessterns geteilt oder die Protagonisten geraten mit und durch ihre Handys in ulkige Situationen, aber insgesamt, bleibt die Reihe auch hier dem Erfolgsrezept treu, allzu Alltägliches mit völlig Fantastischem zu vermengen.

Und zu guter Letzt, erhält der Leser auch wieder die Gelegenheit, tiefer in das STAR WARS-Universum einzutauchen und so einmal die Stars und Helden aus einer ungewohnten – für uns nur zu vertrauten – Perspektive zu erleben.

Wer zum Lachen nicht in die Meditationskammer geht, sich immer schon gefragt hat, was der mächtige Chewbacca denn da eigentlich in seinem Gurt mit sich herumträgt und welcher Anbieter galaxisweit den besten Empfang bietet, der ist hier genau richtig. Schlogger haucht in ihrer unverwechselbaren Art, der Lichten und der Dunklen Seite der Macht ein knallbuntes, zahneschmerzknuffiges, flachwitziges Leben ein, wie es eben nur sie kann. Möge die Macht auch weiterhin mit ihr sein!

Hier geht es zur >> Leseprobe <<.

Schlogger: Spass Wars 2 erscheint mit 64 Seiten im Hardcover für 9,99€ bei Panini

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Comics Marvel News Star Wars

STAR WARS #1 Variant-Covergalerie

Marvel setzt sehr großes Vertrauen in die Macht und in die neue Hauptserie der Star Wars-Comics. Deren erste Ausgabe wird mit Star Wars #1 im kommenden Januar 2015, mit beinahe 60 (in Worten SECHZIG) Variant-Covern erscheinen. Mit dabei sind Cover von Skottie Young, Sara Pichelli, Mike Deodato, Dale Keown, Joe Quesada, Humberto Ramos, J. Scott Campbell uvm. Die meisten findet ihr hier in der Galerie:

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Comics Marvel News Star Wars Teaser & Trailer

Ein exklusiver Einblick in die neue Marvel-Serie Star Wars

Star Wars CoverAm 14. Januar 2015 erscheint Star Wars #1. Mit dieser Serie feiert Marvel die Heimkehr von Star Wars und leitet zugleich ein neues Zeitalter der Star Wars-Comics ein.

Die Serie spielt kurz nach den Ereignissen von Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung (OT: A New Hope) und fungiert als Hauptserie der neuen kanonischen Reihe von Star Wars-Comics im Haus der Ideen. Betreut wird die Serie von einem hochkarätigen Kretivteam, aus Autor Jason Aaron und Zeichner John Cassaday und Farbenkünstlerin Laura Martin. Gemeinsam erfüllen sie die weit, weit entfernte Galaxie mit leben und erzählen uns, welche Abenteuer die Rebellen-Allianz nach der Vernichtung des ersten Todessterns erleben.

“Wie in jeder Geschichte geht es um die Charactere und wir konzentrieren uns auf einige alte Bekannte. Es wird für jeden einen grooßen Augenblick geben, von Han bis R2-D2. Aber der Hauptpart der Geschichte, folgt natürlich Luke Skywalker auf seiner Entdeckungsreise. Einer Reise, welche das Schicksal einer ganzen Galaxie entscheiden wird.”

Star Wars-Autor Jason Aaron

Wie bereits zuvor angekündigt, folgt die Serie Luke, Leia, Han, Chewie, R2-D2 und C-3PO, die der Rebellen-Allianz dabei helfen, die Galaxie von Darth Vader und der Tyrannei des Galaktischen Imperiums zu befreien. In enger Zusammenarbeit mit Lucasfilm entwickelt, sind die Geschehnisse der Comic-Reihe ein offizieller Teil des kanonischen Star Wars-Univerums.

“Wer derzeit nicht im Star Wars-Fieber ist, lebt hinterm Mond! Jeder spricht doch über diesen fantastischen Teaser… und das, obwohl es noch ein ganzes Jahr dauert, bis der Film endlich in den Kinos anläuft! Glücklicher Weise haben wir unsere Anstrengungen verdoppelt, damit die brandneuen Abenteuer der ursprünglichen Star Wars-Gang wie geplant Einsatzbereit sind, um jedermanns Hunger nach Weltraumabenteuern zu stillen! Jason Aaron, Kieron Gillen, Mark Waid -einige der besten Autoren der Comic-Industrie- haben weder Kosten noch Mühen gescheut, Geschichten zu erschaffen, die sowohl das Gefühl als auch den Ton der klassischen Serie und der originalen Filme einfangen. In Zusammenarbeit mit den außergewöhnlichen Bildern von John Cassaday, Salvador Larroca und Terry Dodson -jeder für sich ein Hardcore-Star Wars-Fan- da können Sie mir echt glauben… diese Comics erfüllen alle Ansprüche, die man an eine Star Wars-Reihe haben kann.”

-Star Wars-Redakteur Jordan D. White

Kommenden Januar erlebt die Welt von Star Wars™ ihre triumphale Rückkehr, wenn die erste Ausgabe der Ongoing-Reihe, STAR WARS #1, in den Comic-Shops und für digitale Geräte erscheint. Eine einmalige Möglichkeit, in dieses faszinierende Universum einzutauchen und Abenteuer zu erleben, die in einer Galaxie, weit, weit entfernt geschehen.

Da es bis Januar aber noch eine gefühlte Ewigkeit ist, gewähren uns Lucasfilm Ltd. und Marvel Entertainment, für den Angang, den nachfolgenden ersten Einblick in die Seiten von Star Wars #1:
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Comics Interview

Interview mit Matthias Kringe

Matthias KringeMatthias Kringe, Autor und Zeichner der Panini-Bücher SPASS WARS und SPASS TREK hat sich die Zeit genommen und mit seinem privaten Teleporter in mein Stübchen versetzt, um mir sozusagen Rede und Antwort zu stehen.
Für alle, die ihn noch nicht so gut kennen, hier ein kurzer aber bereits sehr beeindruckender Überblick:
Matthias Kringe ist gebürtiger Siegerländer und hat allgemeine Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte studiert. Seit mittlerweile 32 Jahren gibt er den -vor allem regional bekannten- „Dilldappen-Kalender“ mit Comics auf Siegerländer Platt heraus. Darüber hinaus ist Matthias ständiger Mitarbeiter des Deutschen MAD-Magazins, insbesondere für die Cover-Gestaltung, Alfred E. Neumann- Galerie, sowie Comic-Parodien und satirische Stilkopien.

Sylvaroth: Dann fangen wir doch mal mit dem naheliegendesten an: Star Wars und Star Trek.
Du scheinst zwar von beidem ein großer Fan zu sein, aber was macht gerade bei Star Wars, für dich die Faszination aus?

Matthias: Ach, ich hab das Teil ja 1978 als „Krieg der Sterne“ im Kino gesehen. Am besten fand ich die Cantina-Szene. Und dieses dreckige-authentische Ambiente. So ganz anders als das cleane Enterprise-Umfeld.

S: Wie viele andere auch (mich eingeschlossen), gibst du zwar zu, dass die neuen Episoden ihre Momente haben, bleibst aber trotzdem stur auf dem Standpunkt, dass die klassische Trilogie die bessere ist. Welcher Charakter aus den ersten Star Wars-Filmen ist denn dein ungeschlagener Liebling?

M: Die Raumschlachten und die Klonheerthematik in den neueren Filmen haben mich eigentlich von Anfang an genervt. Deshalb war ich z.B. auch nie ein Fan von Battlestar Galactica.
Ich bin eher ein Muppets-Fan und so ziemlich alles aus der Oz¹-Werkstatt begeistert mich. Darum fand ich Dagobah toll und die Ewoks auch. Und natürlich ist Yoda mein ganz klarer Favorit. Der hat auch das größte Gag-Potenzial.
Zähl mal, wie viel Strips ich mit ihm gemacht hab!

S: Ja, doch, da kommt schon was zusammen. Einige der Strips in SPASS WARS und SPASS TREK, stammen ja aus dem deutschen MAD-Magazin.
Aber wie kam es eigentlich dazu, dass du für diese Publikation tätig wurdest?

MAD Nr. 161

MAD Nr. 161 (Cover: Matthias Kringe)

M: Das war schon seltsam. Eines Tages bekam ich Besuch von einem komischen Typen, der behauptete, mein älteres Ich aus der Zukunft zu sein. Er drängte mich dazu, Arbeitsproben an das neu gegründete Dino-MAD zu schicken. Das war 1998. Ab Ausgabe 4 war ich dann regelmäßig dabei.
Seit Feuersteins² Tagen war ich ein großer Fan vom deutschen MAD, aber ein noch größerer von Bill Gaines‘ Ur-MAD aus den 50er, 60er Jahren, das ich schwerpunktmäßig während meines Studiums kennenlernte. Überhaupt gehören die EC-Comics³ aus dieser Zeit zu den besten Comics, die je geschaffen wurden.

S: Nun bist du neben den Panini-Büchern und deiner Arbeit für das MAD-Magazin, auch sonst nicht gerade untätig. Auf deiner Website gibt es zum Beispiel einen schönen Schnitt durch deine beeindruckende Angebotspalette. Neben den Cartoons und Comics sind mir dort vor allem die Sympathiefiguren ins Auge gefallen.
Magst du ein wenig mehr dazu erzählen?

M: Bisher habe ich Sympathiefiguren für Freizeiteinrichtungen entworfen, aber besonders auch für Soziale oder Umweltprojekte. Für den NABU und den BUND habe ich von diesen Figuren auch Animationsfilme gemacht. Im Frühjahr 2012 habe ich mit meinem Film Gib ihm ’ne Chance – Willkommen Wolf! den ersten Preis eines Kreativwettbewerbes des NABU gewonnen, ein halbes Jahr später dann, den zweiten Preis für einen Comic gegen die Meeresverschmutzung, dieses Mal vom BUND. Dem folgte der Auftrag, den Comic dann als Animationsfilm umzusetzen. So entstand der Film shark against plastic. Außerdem haben wir vor Kurzem die Arbeit an einem größeren Erklärfilm beendet: Im Reich der Klofrösche, eine abenteuerliche Reise durch eine Kläranlage. Den Film, habe ich zusammen mit meiner Tochter Elisabeth gemacht.
Alle drei Filme kann man sich mittlerweile auch auf YouTube anschauen.

Dilldappen-Kalender 2015

Dilldappen-Kalender 2015

S: Die Klofrösche sind einfach megaputzig geraten. Der Film macht richtig Spaß. Eine andere Sache, die auf deiner Seite gleich ins Auge fällt, sind deine Dilldappen. Du gibst mittlerweile seit über drei Jahrzehnten den sogenannten Dilldappen Kalender heraus. Währen dieser zuerst noch komplett in Schwarzweiß und vollständig in siegerländischem Platt erschien, ist der seit Kurzem erhältliche Kalender für 2015 komplett in Farbe und „zweisprachig“: Deutsch & Siegerländisch. Wie kam es zu der Idee, diese Sagengestalten für das Medium Comic zu adaptieren und warum im siegerländer Platt?

M: Als Kind bekam ich von meinem Opa Geschichten über die Dilldappen erzählt, das war allerdings alles eher sehr fragmentarisch und angedeutet, sodass ich mit meiner Fantasie Lücken schließen musste. Von Anfang an waren meine Dilldappen aber auch schon Karikaturen einer durchschnittlichen Siegerländer Familie, die sich im Dialekt unterhielt. Diese Mischung aus Sage und Satire kam sehr gut an.
Mittlerweile interessieren sich immer mehr Nicht-Siegerländer für den Kalender. Zum einen, weil einige meiner Dilldappen-Geschichten auch im Netz kursieren, z. B. meine Miniserie Minimum Falcon, eine Dilldappen-Parodie auf Han Solo und Chewbacca, zum anderen, weil die Geschichten bekanntermaßen auch andere Popkulturthemen parodieren (aktuell u. a. auch Breaking Bad, Batman und Mission Impossible) und die SPASS WARS/SPASS TREK/MAD-Fans den gleichen Humor dort wiederfinden.

S: Mit nunmehr über 30 Jahren Berufserfahrung im Bereich Illustration und Comic, kann man dich durchaus zu den alten Hasen der deutschen Comic-Szene zählen.
Hast du als solcher vielleicht ein paar nützliche Tipps für die jungen Zeichnern und Zeichnerinnen da draußen?

M: Für mich macht der Beruf des Comickünstlers vor allem das Erzählen guter Geschichten aus, die idealerweise zum Nachdenken anregen. Verbessert euren Zeichenstil nicht bis zur austauschbaren, seelenlosen Perfektion. Arbeitet lieber an Geschichten, die eure Unverwechselbarkeit ausdrücken. Eignet euch permanent Bildung an. Nichts ist peinlicher als Cartoons, aus denen Halbbildung herausschreit.

S: Apropos Bildung, in welcher Form hat dir dein Kunststudium geholfen, im Bereich Comic und Cartoon bzw. Karikatur Fuß zu fassen?

Cartoon von Matthias Kringe

Cartoon von Matthias Kringe

M: Ich habe tatsächlich Kunst studiert (klassisches Zeichnen nach der Natur und Malerei), habe dann aber meinen Magisterabschluss in Kunstgeschichte (und Literaturwissenschaft und Geschichte) gemacht.
Das Studium war keine konkrete Berufsausbildung für den Job des Cartoonisten, hat aber geholfen, bereits vorhandene Fähigkeiten zu vertiefen. Das Zeichnen nach der Natur, d. h. mit dem Blick Proportionen, Perspektive und Körperlichkeit wahrzunehmen und mit Papier und Bleistift festzuhalten, gehört schon zu den Basics, die jeder Zeichner beherrschen sollte. Auch kunstgeschichtliches Wissen, wie zum Beispiel ein Bildaufbau nach dem Goldenen Schnitt vorzunehmen ist, oder Hintergrundwissen zu Motivgeschichte, Ikonografie etc., sind schon sehr, sehr hilfreich für einen zeichnenden Satiriker.
Meinen Stil als Zeichner haben allerdings meine Vorbilder Franquin und Barks geprägt, deren Werke ich visuell und dramaturgisch aufgesaugt habe, um dann zuerst ähnliches, dann eigenes zu schaffen.

S: Solch eine Entwicklung vollzieht sich ja nicht von jetzt auf gleich. Wann hast du mit dem Zeichnen bzw. Malen angefangen?

M: Ich war schon als Schulkind ein begeisterter Zeichner, Kunst war mein Lieblingsfach, Mathe nicht. Erste Karikaturen erschienen in der Schülerzeitung des Gymnasiums, mein erstes Geld habe ich damit zu Beginn des Studiums verdient, als Karikaturist für die regionale Westfalenpost. Von Anfang an habe ich mich allerdings nie als „Nur-Zeichner“ verstanden, sondern immer mit den Zeichnungen auch Geschichten erzählt.

S: Wann und warum hast du dich schließlich entschlossen, dich selbstständig zu machen?

M: Bereits während des Studiums habe ich sehr erfolgreich meine ersten Dilldappen-Kalender verkauft, sodass sich die Frage, ob ich damit weitermachen wollte/sollte von ganz allein beantwortet hat. Zur selben Zeit fing ich dann an, als freier Mitarbeiter für die Westfalenpost zu arbeiten. Beides zog nach und nach weitere Auftragsarbeiten nach sich. Nach Beendigung des Studiums blieb ich dann selbstständig, weil ich mein Leben mit dem Zeichnen gut finanziert bekam.

Minimum Falcon von Matthias Kringe

Minimum Falcon von Matthias Kringe

S: Wie hat sich die deutsche Comicszene in den vergangenen 30 Jahren entwickelt?
Welche positiven und welche negativen Trends siehst du?

M: Positiv: Das Internet bietet durch Fachforen, soziale Netzwerke, Blogs und eBooks jedem aufstrebenden Talent, aber auch alten Hasen die Möglichkeit, seine Arbeiten online zur Diskussion zu stellen, dafür zu werben und auch zu verkaufen. Früher gab’s dafür Fanzines, die Post und lange Fahrten auf der Autobahn oder im Zug, um zu Stammtischen oder in Comicbuchläden zu gelangen. Früher hat man sich manchmal ziemlich isoliert gefühlt, heute fühlt man sich als Teil einer lebendigen, weltweiten Community.
Negativ: Die Beschaulichkeit ist dahin, der Markt ist größer und rasanter. Onlinevotings sind dämlich und Shitstorms können Karrieren ruinieren, bevor sie begonnen haben.

S: Liest du selbst auch Comics oder Webcomics deutscher Kollegen? Wenn ja welche kannst du besonders empfehlen?

M: Ich lese eigentlich alles von den Kollegen, die ich persönlich kenne und schätze, die man regelmäßig auf Stammtischen, Comictauschtagen oder Messen trifft. Empfehlen kann ich alle, weil man das so unter Kollegen macht. Ich finde besonders toll, dass ich in der Comicszene eine große Freundschaft und Loyalität erfahre. Wir werben ja alle gegenseitig für Produkte und Projekte der Kollegen, Konkurrenz und Neid hab ich noch nie erfahren.

S: Würdest du durch eine Raum-Zeit-Anomalie in die Vergangenheit versetzt und dort auf dein jüngeres Selbst stoßen, welchen Rat würdest du ihm mit auf den Weg geben?

M: Den selben Rat, den ich ihm auch das letzte Mal gegeben habe: Ruf bei MAD an, die können Autoren-Zeichner gebrauchen!

Matthias Kringes SPASS WARS (Quelle: Panini Comics)

Matthias Kringes SPASS WARS (Quelle: Panini Comics)

S: Du hast eingangs erwähnt, dass dir Star Wars aufgrund des ‚Used Universe‘-Charakters mehr zusagt, als die sterile Utopie, die wir zumindest aus den älteren Star Trek-Serien kennen, dennoch scheinst du dich auch im Umfeld der Enterprise bestens auszukennen. Wie vereinbart sich das?

M: Nee, Star Wars hatte mich ja nur fasziniert, weil es so „anders“ war als die SF, die ich bis dahin kannte. Ich war ja mit Raumpatrouille Orion, Time Tunnel und eben Raumschiff Enterprise groß geworden. Da war ja alles futuristisch clean. Aber ich fand Raumschiff Enterprise von Anfang an toll, seit ich es 1972 als Schüler zum ersten Mal gesehen hatte. Wir haben das damals alles in der großen Pause auf dem Schulhof nachgespielt, beamen, phasern, Spock-Griff.
Später, in den Achtzigern, fand ich die Next Generation auch toll, besonders wegen der Message. Ich hab dann auch meine Magister-Arbeit über diesen Aspekt der SF geschrieben: Gesellschaftliche Parabeln mit Moral im Gewand von Zukunftsgeschichten.

S: Gibt es noch andere Serien oder Filmreihen, die dich besonders faszinieren und über die du evtl. einmal einen Comic machen würdest?

M: Ich habe eigentlich alle fantastischen Serien gerne geschaut: Quantum Leap, Doctor Who, Buffy, Xena, Hercules. Ein besonderer Fan bin ich – auch unter dem kulturgeschichtlichen Aspekt – von der klassischen Twilight Zone. Eine der besten Serien, die es je gab! Heute schau ich gerne Doctor Who, Game of Thrones, Spartacus, Breaking Bad … ja, und The Big Bang Theory! Und Downton Abbey!!!

S: Auch wenn seitens des Verlags bisher noch nicht offiziell angekündigt, weiss ich doch aus gewohnt zuverlässiger Quelle, dass du derzeit an einem Buch arbeitest, in dem du querbeet und auf gewohnt verulkende Weise durch die oben genannten Serien pflügst. Kannst du uns darüber etwas mehr erzählen?

M: Weil die beiden Cartoonbände so gut laufen, denke ich zusammen mit Panini über einen weiteren Band nach. Der Arbeitstitel ist SPASS STARS. Es soll ein Sammelband von allen Strips werden, die ich seinerzeit für TV-Highlights und Moviestar gemacht habe. Ein Querschnitt durch alle fantastischen Fernsehserien (und Kinofilme), dazu natürlich eine Reihe von neuen Strips, die die aktuellen Serien und Kinofilme abdecken.

S: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, Matthias und weiterhin noch viel Erfolg!… Matthias?!… Was soll ich sagen, entweder habe ich soeben meinen ersten Interviewpartner verlegt oder dieses seltsame leuchtende Ding in meinem Büro ist tatsächlich so eine Art Zeitportal. Ich frage mich nur wohin? Oder sollte ich besser fragen: Wann?


¹ Schauspieler, Puppenspieler und Regisseur Frank Oz ist vor allem bekannt für sein Puppen und deren Auftritte in Film und Fernsehen. Zu den bekannteren Figuren gehörten Miss Piggy, Fozzie Bär, Bert und Yoda.

² Journalist, Kabarettist und Entertainer Herbert Feuerstein war von 1969 bis 1991 Chefredakteur des deutschen MAD-Magazins

³ EC Comics (kurz für „Educational Comics“ bzw. „Entertaining Comics“) war ein New Yorker Comicverlag, der sich in den 1940er und 1950er Jahren auf das Horror- und Crime-Genre spezialisierte und unter anderem die Serie Tales from the Crypt (Geschichten aus der Gruft) herausbrachte, die in Film- und Fernsehserien umgesetzt wurde. Etliche dieser Werke wurden nach Maßgaben des Comics Code zensiert, sodass sich der Verlag ab 1956 auf die Herausgabe des Comic-Magazins MAD konzentrierte.

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STAR WARS-COMICS kommen Heim

SDCC Star Wars2Auf der San Diego Comic Con 2014 waren natürlich Ankündigungen zur triumphalen Rückkehr der berühmtesten Weltraum-Seifenoper zum Haus der Ideen zu erwarten. Was aber jetzt bekanntgegeben wurde, davon hätte ich persönlich nicht zu träumen gewagt.

Seit Disney sich die Rechte für den Krieg der Sterne-Franchise einverleibte und seitens des Comic-Riesen Dark Horse bekanntgegeben worden war, dass bei ihnen die Star Wars-Produkte zum Ende des Jahres auslaufen würden, war ich fest davon ausgegangen, dass die Disney-Tochter Marvel Worldwide zukünftig die offiziellen Star Wars-Comics produzieren würde.

Spätestens mit den Meldungen zur SDCC ist es jetzt auch offiziell: Der Krieg der Sterne kehrt Heim zu Marvel.
Warum ‚Heim‘? Ganz einfach, Marvel war von 1977 bis 1986 Herausgeber der offiziellen Star Wars-Comics.Und diese waren unglaublich erfolgreich. Über hundert Hefte, inklusive Comic-Adaptionen der Kinofilme, entstanden zur Marvel-Zeit und machten Star Wars auch unter Comic-Lesern und dem jüngeren Publikum bekannt und beliebt.

SDCC Star WarsJetzt kehrt Star Wars nicht nur zurück, es tritt einen regelrechten Eroberungsfeldzug an.
Beginnend im Januar 2015 startet eine fortlaufenden STAR WARS-Serie, betreut durch Autor Jason Aaron (PunisherMAX) und Zeichner John Cassaday (Uncanny Avengers), beides bekennende Fans der Sternen-Saga. Die Serie STAR WARS wird zwischen den Episoden V und VI angesiedelt sein.
Aaron berichtet begeistert: „Jede Story konzentriert sich auf die Charaktere, auf all die alten Lieblinge. Jeder wird seine großen Momente haben, von Han Solo bis R2-D2. Ein großteil der Erzählung wird sich jedoch mit Luke Skywalker und seine Entdeckungsreise befassen; einer Reise, die schließlich das Schicksal einer ganzen Galaxie entscheiden wird“.

SDCC Star Wars DARTH  VADERSchon im darauffolgenden Februar bringen uns der spanische Künstler Salvador Larroca (The Invincible Iron Man) und der britische Autor Kieron Gillen (Iron Man) mit STAR WARS: DARTH VADER eine weitere fortlaufende Serie, die sich mit dem Schicksal des dunklen Lords der Sith beschäftigen wird. Diese Serie dürfte weitaus dunkler ausfallen, denn sie befasst sich vor allem mit der Entwicklung des dunklen Auserwählten, nach der Zerstörung des ersten Todessterns. Gillen meint dazu: „Vader ist der einzige Überlebende der größten militärischen Niederlage aller Zeiten. Einem Desaster, an dem er schon dehalb eine Mitschuld trägt, da er die Rebellen mit den Plänen des Todessterns entkommen ließ.“
Auf die Frage, wo er Vaders größte, persönliche Herausforderung sehe, entgegnet er: „Seinen Status wiederzuerlangen. Am Ende von ‚Eine neue Hoffnung‘ sehen wir besagtes Disaster, doch schon zu Beginn von ‚Das Imperium schlägt zurück‘, gibt er sich, als habe er seine Position sogar noch stärker gefestigt als zuvor. Die Reise zwischen diesen beiden Punkten; was ist da passiert? Das ist die Herausforderung.“

SDCC Star Wars Princess LeiaWem das an Aufregung noch nicht genug ist, für den hält Marvel bereits ab März 2015 die fünfteilige Miniserie STAR WARS: PRINCESS LEIA bereit. Autor Mark Waid (Hulk) und Zeichner Terry Dodson (Uncanny X-Men) beschreiben in dieser Serie, wie die Prinzessin die Stärke findet, die ihr hilft, die Qualen durchzustehen, welche die Vernichtung ihrer Heimatwelt Alderaan durch das Galaktische Imperium ihr bereiten. Sie zeigen uns eine Leia, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben.
Auf die Frage, was Leia für ihn zu einem faszinierenden Charakter macht, antwortet Waid: „Was sie für mich so fesselnd macht ist, wie vielschichtig sie ist. Hier haben wir eine so starke, wahnsinnig fähige Frau, die durch die Hölle gegangen ist und gestärkt daraus hervorging. Sie hat Armeen befehligt und mit Senatoren verhandelt -und das in ihrem Alter! Denkt mal darüber nach, was sie in diesem jungen Alter bereits schon alles erlebt und wieviel sie verloren hat.“
Gerade diese Stärke, macht auch die Faszination des Filmcharakters aus. Denn schließlich bricht Leia ob des Verlustes von allem, das ihr je lieb und teuer war nicht wimmernd und elend zusammen, sondern ergreift alsbald das Kommando über den Rettungstrupp, der sich in den Todesstern einschlich, um sie zu retten.
Sie wirkt ganz so, als berühre dieses unfassbare Ereignis sie kaum. Als verdränge sie es.
„Klar verdrängt sie die Ereignisse in ‚eine neue Hoffnung‘, aber genau da setzen wir an: Wie wird sie wirklich damit fertig, dass sie ihre Heimatwelt für immer verloren hat, sobald sich die Begebenheiten um diesen Verlust erst ein wenig beruhigt haben? Entscheidet sie sich dafür, die Prinzessin von garnichts zu sein oder macht sie sich auf um ihr Erbe und ihre Zivilisation wiedererstehen zu lassen? Vermutlich erahnt ihr die Antwort bereits.“ meint Waid dazu.

Na wenn das nicht reicht, um eine neue Star Wars-Welle anzuheizen und die Zeit zu überbrücken, bis dann zum Ende des Jahres ENDLICH der neue und mit Bangen und Hoffen erwartete siebte Teil der Sternenkriege im Kino anläuft, dann weiß ich’s nicht.
Was denkt ihr darüber? Schreibt mir eure Meinung in den Kommentaren hier oder auf Facebook.
Bis dahin: Möge die Macht mit euch sein!

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