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Frieda – Das Abenteur beginnt

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Köln ist voll von kreativen und interessanten Menschen. Einer davon ist der Illustrator Matthias Derenbach, der schon für so große Namen wie Nintendo, Telekom oder Endemol gearbeitet hat. Neben solchen Arbeiten, die dem Illustrator zum Brötchenerwerb dienen, gibt es aber auch noch andere Projekte, die in vielerlei Hinsicht mehr dem Herz und der Seele des Künstlers entspringen. So gibt Derenbach unter dem Label Topoli Verlag die fantasievollen Frieda-Kinderbuchreihe heraus, deren ersten Band ich euch heute gern einmal näher vorstellen würde.

Cover Frida Band 1

Was sofort ins Auge fällt ist, dass die Frieda-Bücher im Din A4-Querformat gedruckt sind. Warum, das wird schon auf den ersten der insgesamt 47 aufwendig illustrierten Farbseiten klar:
Vor den Augen der Leser entfalten sich Panoramen einer märchenhaften Welt voller Farbe und Fantasie, in der sich der Künstler einmal richtig austoben kann.

MDerenbach_Frieda_Plakat_BeginntDarum geht es
Frieda lebt allein zusammen mit ihrem Papa in einem kleinen, idyllischen Häuschen an der Klippe. Friedas Papa ist von Beruf Abenteurer und daher sehr oft auf See unterwegs, auf der Suche nach Schätzen und Abenteuern. Das heißt aber nicht, dass er Frieda allein zurücklässt, denn Friedas ständige begleiter sind der kugelrunde Mecker-Spatz Boo und die fünf weisen Steine, die zwar niemals sprechen, dafür aber allwissend sind und auf alles eine Antwort haben.
Das Abenteuer beginnt (so auch der Titel des ersten Bandes), als Friedas Papa einmal auffällig lange auf See bleibt und die Pfiffige Titelheldin beginnt, sich um ihn zu sorgen. Eher unfreiwillig werden Frieda, Boo und die fünf weisen Steine eines Tages in ein großes Abenteuer hineingezogen, bei dem es nicht nur um die Suche nach Papa geht.

MDerenbach_Frieda_Sketch31Die Erzählung
Friedas erstes Abenteuer ist eine fantasievolle Geschichte voller Spannung und Überraschung. Dabei stockt sowohl Vorleser als auch Zuhörer manches mal der Atem, nur um dann als befreites Kichern oder erstaunter Seufzer wieder ausgestoßen zu werden. Zwar sind 47 Seiten nicht viel und Kinderbücher in der Regel auch nicht mit allzuviel Text belastet, dennoch kommt gerade beim gemeinsamen Lesen der Geschichte eine wunderschöne, dichte Atmosphäre auf, die es Groß und Klein erlaubt, in die märchenhafte Welt von Frieda einzutauchen.
Ein ganz besonderes Gimmick sorgt auf halbem Wege dann dafür, dass man vollends in Friedas Welt versinkt. Denn in dem Moment, in der Geschichte, in der Frieda einen ersten Hinweis auf den Verbleib ihres Papas entdeckt, segelt ein Brief aus den Seiten des Buches, dessen Nachricht, an Frieda und ihre mitlesenden Begleiter gerichtet ist.

Die Bilder
Ist die Geschichte schon abwechslungsreich und schön geschrieben, sind es letztlich doch Derenbachs liebevoll gestalteten Illustrationen, die das Tor in Friedas Welt aufstoßen. Das stimmungsvolle Farbspiel, die vielen interessanten Details und die lustigen Ideen, die sich in ihnen verstecken, laden auch nach dem Lesen des eigentlichen Textes noch zum Verweilen und Betrachten ein. Das Querformat sorgt dabei für besonders viel Platz für die märchenhaften Panoramen, die HAnd in Hand mit dem Text, den Leser in ihren Bann ziehen.

Fazit
Frieda – Das Abenteur beginnt ist eine wunderschöne Abenteuergeschichte für kleine Entdecker ab 4 Jahren und ihre großen Gefährten. Dabei bilden sowohl der fantasievolle Text als auch die liebevoll gestalteten Bilder eine harmonische Einheit, welche die Lektüre dieses Kinderbuchs zu einem ganz besonderen Ereignis machen. Und als wäre das allein nicht schon Kaufgrund genug, geht je 1€ aus dem Verkauf jedes Buches an die Umweltorganisation OceanCare zum Schutz der Meere.

‚Frieda – Das Abenteur beginnt‘ erscheint mit 47 Seiten im Hardcover für 14,95€ im Topoli Verlag.

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