Dungeons & Dragons ist zurück

php wallpaper_2560 x 1600 wallpaperLange Jahre hat die Spiele-Schmiede Wizards of the Coast an einer neuen Version der Urmutter aller Pen&Paper-Rollenspiele gearbeitet. Zunächst unter dem Projektnamen D&D Next, machten sich die Zauberer von der Küste daran, die ultimative und bisher beste Inkarnation des legendären Spiels zu erschaffen. Die Prämisse, wie dies zu bewerkstelligen sei, war dabei so simpel wie anspruchsvoll: die neue Edition sollte die besten Elemente ALLER bisherigen Versionen enthalten und diese zu einem harmonischen Ganzen verbinden.

5E Player's Handbook
5E Player’s Handbook

Dass dabei nicht nur im stillen Kämmerlein vor sich hingebrütet wurde, sondern auch die weltweite Fan-Gemeinschaft intensiv mit einbezogen wurde, sorgte von vornherein für Begeisterung. Vor allem wohl auch deshalb, weil die ersten Einblicke in das Regelsystem von D&D Next, genau das zu halten schienen, was eingangs versprochen worden war: eine elegante Melange des Besten aus alt und neu.

Nun ist es endlich so weit und die angekündigte 5. Edition von Dungeons & Dragons macht sich bereit, die Welt im Sturm zu erobern.
Ich durfte bereits einen Blick in das Spielerhandbuch werfen und werde in den kommenden Tagen meine Eindrücke in einer kleinen Artikel-Reihe schildern.

VORWORT

D&D-Chefdesigner Mike Mearls
D&D-Chefdesigner Mike Mearls

Verfasst von niemand anderem als D&D-Chefdesigner Mike Mearls, ist das Vorwort zum Spielerhandbuch nicht mehr und nicht weniger als eine Liebeserklärung an D&D und das Rollenspiel-Genre an sich. Dass er mit seinem Enthusiasmus nicht alleine dasteht, beweist schon die Tatsache, dass sich seit nunmehr vier Jahrzehnten, weltweit Rollenspielbegeisterte in mehr oder weniger regelmässigen Treffen um ihre Spieltische versammeln, die für diesen einen Abend ein Tor darstellen, in die Welten ihrer Fantasie.

EINFÜHRUNG
Kein Grundregelbuch wäre komplett, ohne eine kleine Einführung in die Welt des Rollenspiels. Dabei wird kompletten Neulingen oft und gerne anhand eines kleinen Dialogs vorgeführt, wie ein typischer Rollenspielabend aussehen könnte. Natürlich ist dieser kurze Einblick oft stark vereinfacht, um den Anfänger nicht sofort zu überfordern. Dies ist wohl auch der Grund, warum besagte Beispiele recht selten Regeldiskussionen und Streitereien um das letzte Pizzastück enthalten.

Die bunte Welt der Würfel
Die bunte Welt der Würfel

Ausserdem wird näher auf die vielen eigenartig geformten Würfel eingegangen, die für das Rollenspiel-Hobby von solch essentieller Wichtigkeit sind. Auch hier wird oftmals darauf verzichtet, tiefer in das Thema einzutauchen. Zu abschreckend wären die Todesdrohungen, die gegen jene ausgestoßen werden, die mit ihren fettigen Wurstfingern, die Reinheit anderer Leute Würfel besudeln (FASS NIE FREMDE WÜRFEL AN! NIE!!!). Zu grausam die Foltern, die jene arglosen Kuststoff-Polyeder erleiden müssen, wenn sie ihre strengen Herren mit unbefriedigender Augenzahl erzürnen.

Abschliessend befasst sich die Einführung, mit der absoluten Basis, dem destillierten und auf seinen absolute Essenz reduzierten Kern des Regelsystems. Natürlich darf auch hier nicht der Hinweis auf den D&D-typischen Wurf mit dem zwanzigseitigen Würfel, dem d20, fehlen, der das Element des Zufalls ins Spiel bringt und oftmals für überraschende Wendungen sorgt. Auch werden die drei Hauptpfeiler in der Welt von Kerkern und Drachen näher beleuchtet. Dabei handelt es sich im weitesten Sinne um Erkundung, soziale Interaktion und last but not least den Kampf.

Lidda klar im Nachteil
Lidda klar im Nachteil

Neu allerdings, ist die Idee von Vor- und Nachteil. Schon in früheren Spiel-Versionen, konnten dem Spieler beim Bestehen gewisser Aufgaben (Würfelproben, Kampfhandlungen, usw.), kleine situationsbedingte Boni das Leben erleichtern. Bei besonders widrigen Umständen, gab es natürlich auch entsprechende Malusse, die derlei Aufgaben um eine Winzigkeit erschwerten. Statt hier statische Auf- oder eben Abschläge zu bestimmen, wird ab sofort, unter gewissen Umständen, ein weiterer Würfel geworfen, woraufhin die höhere Augenzahl gewertet wird, wenn der Spieler aktuell im Vorteil ist. Befindet sich der Spieler jedoch im Nachteil, zählt natürlich der Wurf mit der geringsten Augenzahl. Derartige Mechaniken sind schon aus der SAGA-Edition des wizardschen Star Wars-Regelwerks, sowie aus der vierten D&D-Version bekannt.

Auch wenn bis hierhin noch nicht viel Neues zu erkennen ist, so wirkt doch der begeisterte Tonfall der Texte äusserst ansteckend und macht in jedem Fall neugierig, wie es von hier aus weiter gehen wird.

 

Nächste Folge: KAPITEL 1 – Die Charakter-Erstellung

 


 

Für ganz Neugierige, gibt es auch die sogenannten Basic Rules zu Dungeons & Dragons. Dabei handelt es sich um ein PDF-Dokument (ca. 100 Seiten stark) das als eine Art Schnellstarter konzipiert ist. Enthalten sind Regeln zum Erschaffen von Charakteren der Stufen 1 bis 20 für die Charakterklassen Kleriker, Kämpfer, Schurke und Zauberer. Ausserdem stehen zur Charakter-Erschaffung die folgenden Völker zur Auswahl: Zwerg, Elb, Halbling und Mensch. Darüber hinaus enthält der Schnellstarter 120 Zauber, 5 Hintergrund-Optionen und Character-Bögen.

Und das Beste daran? Die Basic Rules sind völlig kostenlos. Man kann sie hier downloaden, durchlesen und sofort losspielen.

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