Magic: the Gathering Band 1 – Innistrad

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Magic: the Gathering (kurz: Magic oder MTG) ist die Urmutter der Sammelkartenspiele und erfreut sich seit nunmehr 20 Jahren weltweit ungebrochener Beliebtheit. Anfänglich nur als schneller Zeitvertreib zwischendurch konzipiert, geht die Anhängerschaft heute in die Millionen.

Gespielt wird in den heimischen vier Wänden, in wöchentlichen ‚Friday Night Magic’–Runden in den örtlichen Spiele- und Comic-Shops, oder gar auf den großen internationalen Turnieren.
Dabei umfasst das Phänomen Magic neben den eigentlichen Spiel- und Sammelkarten schon längst einen stetig ansteigenden Fundus an Merchandise aus Büchern, Comics, uvm.

Die neueste Comic-Produktion des Franchise, ist die Planeswalker-Reihe, welche dank Panini Comics nun seit Mitte April 2013 mit ihrem ersten Band Innistrad, auch in deutschen Landen Einzug hält.

Eine schicksalhafte Entdeckung
Dack Fayden, selbsternannter „größter Dieb des Multiversums,“ hofft dem verzauberten Dolch ‚Alter Zahn‘ seine magischen Geheimnisse zu entlocken und bringt ihn zu diesem Zweck kurzerhand an sich.

MAGICTHEGATHERING1_256Dabei verschwitzt er glatt, in der Aussicht darauf, seinem magischen Repertoire einige neue Tricks hinzufügen zu können, die Hüter dieses Artefaktes um Erlaubnis zu bitten. Diese sind darum nicht wenig verstimmt und dass es sich bei ihnen obendrein um einen Dämonen-Kult handelt, macht die Sache für Dack nur umso brenzliger.

So kommt es dann auch, dass wir, kaum ist das Buch aufgeschlagen, uns auch schon mitten in die rasanteste Verfolgungsjagd versetzt finden.

Die Flucht ist knapp, aber umso erfolgreicher, da Dack nicht nur der größte Dieb des Multiversums, sondern auch ein Weltenwanderer, ein sogenannter Planeswalker ist. Und wenn ein solcher verschwindet, dann wechselt er gleich die Existenzebene.

Nach einigen weiteren Verwicklungen gelangt Dack schließlich in eines seiner Schlupflöcher, wo er sich ganz der magischen Erkundung des „geborgten“ Artefaktes widmen kann.

Als Zauberdieb ist Dack im Besitz psychometrischer Kräfte, mittels derer er nicht nur die Zauber erkunden und erlernen kann, die auf einem magischen Gegenstand liegen, er durchlebt auch die intensivsten Ereignisse, die mit diesen Gegenständen in Verbindung stehen. Genau diese Gabe bringt ihn nun unverhofft auf eine Spur, die er längst verloren geglaubt hatte.

Böses Blut
Die Spur führt ihn in das finstere Innistrad, das von Vampiren, Werwölfen und manch anderem unheilvollen Ungetier bevölkert ist. Erstere liefern sich bei Dacks Ankunft gerade eine ausgewachsene Barschlägerei mit einem Paar Katharern, heiligen Kriegern gegen die vorherrschenden Mächte der Finsternis.

Kurzerhand greift Dack ein und kann schließlich mit Hilfe des ‚Alten Zahns‘ und der überlebenden Katharerin Ingrid flüchten.

Zuflucht finden sie im Hause ihres Vaters, wo Dack ein weiteres Mal die Mächte des Dolche erforscht und sich so einen Zauber aneignet, der es ihm erlaubt, Vampire unter seine Kontrolle zu zwingen.

Währenddessen erfährt die geheimnisvolle Macht, dass der magische Dolch wieder nach Innistrad zurückgekehrt ist.

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Eine Falle
Durch seine Visionen erkennt Dack, wer sein Gegner ist und wohin ihn die Spur führen muss, der er nach Innistrad gefolgt ist. Zusammen mit Ingrid begibt er sich zum Schloss der Blutsauger, um dort endlich auf die Person zu treffen, die damals ihre untoten Schergen aussandte, sein Heimatdorf in Schutt und Asche zu legen und alle Dorfbewohner abzuschlachten.

Am Schloss angekommen, werden sie bereits erwartet und aufgrund der finsteren Übermacht schnell übermannt. Als jedoch klar wird, dass die Hauptstreitmacht der Vampire Richtung Dorf gezogen ist, hetzt Dack seine Bezwinger mit dem Zauber des Dolches gegeneinander auf und eilt dem Dorf und dem Führer der Vampire entgegen.

Das Ende?
Im Dorf angelangt, beginnt die große Schlacht der Menschen, angeführt von Dack Fayden gegen Heere von Untoten, bis er schließlich dem Gegner in einem zauberischen Duell auf Leben und Tod gegenübersteht, den zur Strecke zu bringen er sich einst geschworen hat.magic-action

Ob Dack diesen Zweikampf übersteht und siegreich daraus hervorgeht oder ob er unterliegt und sich erneut auf die Jagd nach seinem Wiedersacher machen wird, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Der Autor
Geschrieben wurde die Story zu Innistrad von Matt Forbeck. Wem dieser Name bekannt vorkommt, der hatte wahrscheinlich früher schon Kontakt mit Schöpfungen des amerikanischen Autoren und Game-Designers, aus dessen Feder beispielsweise die beiden Preisgekrönten Rollenspiele der Herr der Ringe und Deadlands stammen.

Die Kolorierung
Illustrator J. Edwin Stevens, auch bekannt als level20artist ist verantwortlich für die düstere Farbgebung des Comics, die eine Atmosphäre immerwährender Nacht und Bedrohung schafft und sie mit undurchsichtigen Schatten und grotesken Silhouetten erfüllt.

Die Zeichnungen
Zeichner Martin Cóccolo liefert mit klarem Strich ein solides Grundgerüst für die Geschichte. Sein Augenmerk liegt eindeutig auf den jeweiligen Handlungsträgern, die umso mehr hervortreten, da die betont detailarmen Hintergründe niemals von der eigentlichen Handlung im Vordergrund ablenkt.

Fazit
Obwohl die Charaktere oft einen etwas hölzernen und flachen Eindruck machen und sowohl Autor als auch Zeichner die Gelegenheiten verpassen an einigen Wendepunkten der Story die emotionalsten Aspekt der Geschichte zu betonen, damit den Leser einzufangen und ihn so noch tiefer in die facettenreichen Welten der Planeswalker zu entführen, ist die Geschichte doch durchweg spannend erzählt und enthält genau die richtige Portion aus Spannendem und Faszinierendem, um die Aufmerksamkeit des Lesers bis zum Schluss zu fesseln. Dabei möchte ich auch nochmals Stevens‘ düstere Kolorierung erwähnen, die an keiner Stelle eintönig wirkt, sondern vielmehr genau die richtige Grundstimmung für die Gothic-Horror-Elemente vermittelt, die das besondere Merkmal der Magic-Welt Innistrad sind.

Somit ist Innistrad nicht nur etwas für Hardcore-Magic-Fans, sondern für jeden Fan fantastischer Geschichten.

Magic: the Gathering 1 von Matt Forbeck und Martin Coccolo mit 104 Seiten im Softcover erscheint bei Panini Comics. Preis: 14,95 Euro


Dieser Artikel wurde zuerst auf micomics.de veröffentlicht

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